Der höchste Berg Afrikas – Der Kilimandscharo

Auf dem Gipfel des Kilimandscharo
Auf dem Gipfel des Kilimandscharo

Die Bedeutung und die Herkunft des Namens Kilimandscharo sind unbekannt. Es wird vermutet, dass sich der Name aus zwei Wörtern zusammensetzt: Dem Swahilischen Wort “Kilima”, das Berg bedeutet, und dem aus der Sprache Kichagga stammenden Wort “Njaro”, das grob mit “Weißheit” übersetzt werden kann, wodurch sich der Name “weißer Berg” ergibt. Der Name Kibo bedeutet in Kichagga “gepunktet” und ist eine Anspielung auf das Gestein, das man auf den Schneefeldern sehen kann. „Uhuru“ bedeutet „Freiheit“ und soll an die tansanische Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1961 erinnern.

Wie hoch ist der Kilimandscharo

Der Kilimandscharo - Der höchste Berg Afrikas
Der Kilimandscharo – Der höchste Berg Afrikas

Der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas und der viertgrößte Berg der Seven Summits, ist mit 15.100 Fuß (4600 Metern) der höchste freistehende Berg der Welt.

Der Kilimandscharo besteht aus drei eigenständigen Kegeln: Kibo 19.340 Fuß (5.895 Meter), Mawenzi 16.896 Fuß (5.149 Meter) und Shira 13.000 Fuß (3.962 Meter). Der Uhuru Peak, auf dem Kraterrand des Kibo, ist der höchste Gipfel.

Der Berg ist ein riesiger Schichtvulkan, der sich vor etwa einer Million Jahren, als Lava aus dem Rift Valley Gebiet floss, zu formen begann. Nach und nach entstand ein Berg durch diesen Lavafluss. Zwei seiner drei Gipfel – Mawenzi und Shira – sind erloschen, während Kibo, der höchste Berg, nur inaktiv ist und wieder ausbrechen könnte. Die letzte größere Eruption ist zwar bereits 360.000 Jahre her, doch noch vor 200 Jahren war der Vulkan das letzte Mal aktiv.

Der höchste Berg Afrikas wird von 2,2 Quadratkilometern Gletschereis bedeckt, welches er aufgrund der globalen Erwärmung immer schneller verliert. Der Gletscher hat sich seit 1912 um 82% zurückgebildet, davon seit 1989 um 33%. Bereits in 20 Jahren könnte das Eis komplett verschwunden sein, was dramatische Folgen für die lokale Trinkwasserversorgung, die Ernte und die Energieversorgung durch Wasserkraftwerke hätte.

Das Massiv liegt im 756 Quadratkilometer großen Kilimandscharo Nationalpark, einem UNESCO-Welterbe, und ist einer der wenigen Orte auf der Welt, der alle ökologischen Lebensräume umfasst: Tropischer Dschungel, Savanne, Wüste, Bergwald, subalpine Pflanzen und alpenländisches Gebiet jenseits der Baumgrenze.

Erstbesteigung des Kilimandscharo

Auf dem Gipfel des Kilimandscharo
Auf dem Gipfel des Kilimandscharo

Das erste Mal wurde er am 5. Oktober 1889 von dem Deutschen Geologen Hans Meyer, dem Bergführer Yoanas Kinayala Lauwo aus Marangu und dem Österreicher Ludwig Purtscheller bestiegen. Nachdem Meyer den Gipfel erklommen hatte, schrieb er später, dass er mit drei Jubelrufen und durch sein Recht als erster Entdecker dieses bisher unbekannte Land – den erhabensten Ort in Afrika und dem Deutschen Kaiserreich – „Kaiser-Wilhelm-Spitze“ taufte.

Zum höchsten Gipfel des Kilimandscharo gibt es fünf gängige Routen: Die Marangu Route, die Machame Route, die Rongai Route, die Lemosho Route und die Mweka Route.

Die Routen Mschame und Lemosho sind besonders beliebt und bieten malerische Landschaften. Am einfachsten und belebtesten ist die Marangu Route, nur der letzte Aufstieg zum Kraterrand ist etwas anspruchsvoller.

Tourismus am Kilimandscharo

Den Kilimandscharo zu besteigen ist vergleichsweise einfach und erfordert keinerlei Kletter- oder Bergsteigererfahrung. Die größte Herausforderung und Gefahr sind die großen Höhen. Kletterer sterben eher durch mangelnde Angewöhnung an das fremde Klima und Höhenkrankheit, als durch Abstürze.

Alleine kann man den Kilimandscharo trotzdem auf keinen Fall besteigen. Es ist vorgeschrieben, mit einem befugten Fremdenführer zu klettern und sich sein Equipment von  Gepäckträgern tragen zu lassen. Dadurch wird die lokale Wirtschaft unterstützt und den Einheimischen ermöglicht, einen Anteil vom Einkommen durch Tourismus zu haben.

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