Der Höchste Baum der Welt

Im Land der hohen Bäume
Im Land der hohen Bäume

Mit stattlichen Größen von über einhundert Metern sollte es nicht allzu schwierig sein, den höchsten Baum der Welt zu bestimmen. Oft gedeihen diese Riesen allerdings nur in spärlich von Menschen besuchten Gegenden oder in schwer zugänglichen Vegetationen manch naturgeschützer Nationalparks wie etwa im kalifornischen Redwood National Park. Dort befindet sich der derzeit höchste Baum der Welt. Der auf den Namen „Hyperion“ getaufte, zu den immergrünen Nadelbäumen gehörende Küstenmammutbaum – mit wissenschaftlichem Namen Sequoia sempervirens – ragt mit 115,61 Metern in die Höhe; sein Stamm misst im Durchmesser 4,84 Meter.

Die zehn höchsten Bäume der Welt

Der Höchste Baum der Welt im Vergleich
Der Höchste Baum der Welt im Vergleich

Der US-Bundesstaat Kalifornien ist für seine vielen Reichtümer auch als „Golden State“, „Land of Milk and Honey“ oder „Movie State“ bekannt, dabei wäre der Beiname „Land der hohen Bäume“ auch nicht verkehrt, denn die meisten der weltweit höchsten Bäume verstecken sich im „Goldenen Westen“ der Vereinigten Staaten von Amerika, wie die folgende Auflistung zeigen wird.

In nächster Nachbarschaft zum „Hyperion“ befindet sich im kalifornischen Redwoods National Park der zweithöchste Baum der Welt; der ebenfalls zur Unterfamilie der Küstenmammutbäume gehörende „Helios“ ist 114,58 m hoch und verfügt über einen Stamm mit einem Durchmesser von 4,96 m. Ebenso geht die Bronzemedaille an die Mammutbaumfamilie aus Redwoods; mit einer Höhe von 113,14 m und einem Durchmesser von 3,78 m belegt „Icarus“ Platz Nummer Drei.

Kalifornien, der Staat der hohen Bäume

Auch die folgenden Ränge werden im engsten Familienkreis ausgemacht und ausschließlich von Vertretern der Sequoia sempervirens belegt:

Der Viertplatzierte befindet sich im Humboldt National Park in – drei Mal darf man raten – Kalifornien. Der auf den Namen „Stratosphere Giant“ getaufte Mammutbaum ragt im Rockefeller Forest mit 113,11 m in die Höhe und misst im Durchmesser 5,18 m. Der fünfte Platz geht an den „National Geographic Society Tree“ am Redwood Creek; er ist 112,71 m hoch, sein Stamm ist 4,39 m dick.

Ebenso im kalifornischen Redwoods zu finden, ist der Sechstplatzierte „Orion“ mit einer Höhe von 112,63 m und einem Durchmesser von 4,33 m. Am South Fork Eel River in Humboldt steht erhaben auf Platz Nummer Sieben „Lauralin“ mit 112,62 m Höhe und 4,54 m dickem Stamm.

Mit nur zwei Zentimetern weniger wähnt sich auf Platz acht einer seiner nächsten Nachbarn, der „Rockefeller“ mit einer Höhe von 112,60 m; zum Umfang dieses Mammutbaums gibt es keine genauen Angaben.

Im Land der hohen Bäume
Im Land der hohen Bäume

Im Wolkenkratzerrennen der größten Baumriesen entscheiden offensichtlich manchmal nur wenige Zentimeter, ja Millimeter, über den nächsthöheren Rang, daher hat es für den im Rockefeller Forest beheimateten Mammutbaum „Paradox“ mit einer Höhe von 112,56 m und einem Durchmesser von 3,90 m nur für Platz neun gereicht. Und auch der Letztplatzierte unter den zehn höchsten Bäumen der Welt braucht und kann sich wohl auch nur schlecht verstecken. Mit einer Höhe von 112,20 m und einem Durchmesser von 4,19 m bildet der Mendocino Tree in den kalifornischen Montgomery Woods das Schlusslicht in diesem höchstfamiliären Wettbewerb.

Die größten Bäume wachsen also – egal, wie man es dreht – im US-Bundesstaat Kalifornien, und auch wenn kurfristig einem der Baumriesen etwa in einem Sturm die Spitze abgenommen wird, wird der Titel wohl dort verbleiben. Daher soll Kalifornien hier zu all seinen anderen Beinamen nun inoffiziell auch zum „Land of High Trees“ ernannt werden.

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