Der kleinste Planet im Sonnensystem

Merkur und Erde im Vergleich
Merkur und Erde im Vergleich

Der kleinste Planet im Sonnensystem war vor kurzem noch der Pluto sein. Bis dahin hatte das Sonnensystem neun Planeten und Pluto war der kleinste unter diesen. Doch danach wurde Pluto der Status eines Planeten aberkannt. Er gilt jetzt lediglich als Zwergplanet. Pluto hat auch einen Satelliten, der nur weniger kleiner ist als er selbst. Das ist der Charon, der 2/3 der Maße von Pluto hat. Der äußerste Planet ist aber nicht der kleinste, sondern der innerste Planet im Sonnensystem.

Der kleinste Planet im Sonnensytem ist der Merkur

Der kleinste Planet in unserem Sonnensystem
Der kleinste Planet in unserem Sonnensystem

Der kleinste Planet im Sonnensystem ist der Merkur mit einem Durchmesser von 4880 km. Er befindet sich 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Merkur befindet sich am nächsten zu der Sonne und ist außerdem der schnellste Planet in dem Sonnensystem. Der kleinste Planet im Sonnensystem hat die größten Temperaturschwankungen unter allen Planeten. Tagsüber erreicht die Temperatur auf Merkur über 430°C und nachtsüber fällt sie unter minus 170°C.

Merkur hat so eine chemische Zusammensetzung und solche Größe, dass er zu den terrestrischen oder erdähnlichen Planeten zählt. Seine Umlaufzeit ist die kürzeste und beträgt 88 Tage. Die Umlaufbahn des Planeten ist stark elliptisch und hat die größte numerische Exzentrizität. Der Sonnennächste Punkt ist der Perihel (46 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt) und der sonnenfernster Punkt ist der Aphel (69.8 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt). Der kleinste Planet im Sonnensystem ist wegen seiner Nähe zu der Sonne schwer von der Erde zu beobachten. Die Neigung seiner Bahnebene ist gegen die Bahnebene der Erde über sieben Grad höher als die Bahnebenen anderer Planeten. So hohe Bahnneigung und Exzentrizität sind meistens gewöhnlich für die Zwergplaneten.

Der kleinste Planet ist sehr interessant

Merkur und Erde im Vergleich
Merkur und Erde im Vergleich

Der gravitative Einfluß stört laut der newtonsche Mechanik des Zweikörper-System von der Sonne und Merkur. So läuft die große Bahnachse der Merkurbahn eine langsame Drehung nach rechts. Die Astronomen im 19. Jahrhundert konnten diese Drehung beobachten. Damals konnte man sich diese Erscheinungen nicht erklären. Man konnte weder die Abplattung der Sonne, noch den Asteroidengürtel oder einen anderen Planeten dazwischen vermuten, der für diese Drehung verantwortlich sein konnte. Die newtonsche Himmelsmechanik hat danach die Antworten auf diese Fragen gegeben. Man hat intensiv gesucht, es konnte aber kein Planeten innerhalb der Merkurbahn gefunden werden. Die Antwort kam von Albert Einstein, der mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie eine Erklärung der kleinen Unterschiede zwischen Beobachtung und Theorie gab. Laut dieser Theorie benötigt Merkur für eine vollkommene Periheldrehung 225 000 Jahre oder 930 000 Umläufe. So bekommt er je Umlauf ein 1.4‘‘ gedrehtes Perihel.

Man forscht heutzutage die Frage, wie sich das Sonnensystem allgemein und alle Planeten, die sich mitten in dem Sonnensystem befinden, entwickeln werden. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass auf langer Sicht das System nicht stabil bleiben wird. Die Bahn von Merkur hat die größte Exzentrizität und ist fast so exzentrisch wie der Zwergplanet Pluto. In einer Milliarde Jahre könnte Merkur von Jupiter aus seiner Umlaufbahn herausgeworfen sein. Merkur würde nach den Computersimulationen in seinem sonnenfernsten Punkt die Umlaufbahn der Venus kreuzen. Falls das passieren sollte, kann man vier verschiedene Szenarien beobachten: die Sonne wird von Merkur gestoßen, Merkur wird aus dem Sonnensystem herausgeworfen, Merkur stoßt mit der Venus oder sogar mit der Erde. Die Chance, dass eines dieser Szenarios verwirklicht ist, ist aber nur 1%. Viel wahrscheinlicher ist die Möglichkeit, dass die Sonne noch davor zu einem Roten Riesen wird. Der kleinste Planet im Sonnensystem kann rein theoretisch auch eine sehr gefährliche Rolle in der fernen Zukunft spielen.

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