Der längste Stau der Welt

Stau in Indien
Stau in Indien

Der längste Stau der Welt ist etwas ziemlich langweiliges. Man sitzt im Auto, hört sich Musik an, schaut sich die anderen Autos und Autofahrer an und hat keine andere Möglichkeit als geduldig abzuwarten, bis sich der Verkehrsstau aufgelöst hat. Die Autos fahren langsam voran oder stehen stundenlang, ohne sich merklich bewegt zu haben. Die Gründe, warum ein Stau entsteht, kann man nicht eindeutig erklären.

Der lämgste Stau war in China

Ein etwas anderer Stau
Ein etwas anderer Stau

Der längste Stau der Welt fand im August 2010 in Peking statt. Er dauerte zwölf Tage lang auf einer 110 Kilometer langen Strecke von Peking nach Tibet. Tibet und Peking sind mit einer einfachen Fernstraße verbunden, auf der zahlreiche Autos verkehren. Der Grund für den Stau war weder eine Massenkollision, noch eine Naturkatastrophe. Es haben sich schlicht und einfach zu viele Autos auf dieser Strecke gesammelt. Es kam zu dem riesigen Verkehrsaufkommen, da es auch zu viele Sattelschlepper zu diesem Zeitpunkt unterwegs waren.

Der längste Deutsche Stau

Der größte deutsche Verkerhsrstau gab es im April 1990 an der innerdeutschen Grenze. Damals gab es zu viele Ostdeutsche, die nach Westen kommen wollten. Es waren überwiegend Trabis auf der Straßen zu sehen. Schätzungsweise waren ungefähr 18 Millionen Trabis unterwegs.

Die Kapazität einer Straßenspur beträgt zwischen 1500 und 2500 Fahrzeuge pro Stunde. Schlechtes Wetter wie Regen, Schnee oder auch Glatteis setzen die Kapazität der Straße herab. Ungünstige Faktoren für die Stauentstehung können auch das ineffektive Verhalten der Verkehrsteilnehmer, Baustellen oder ein Unfall sein. Unterschiedliche andere Gründe können für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen verantwortlich sein. Berufs- oder Reiseverkehr oder Groβverantstaltungen sind oft ein Grund für Stau.

Stau in Indien
Stau in Indien

Die automobile Verstopfung ist nicht gut weder für die Volkswirtschaft, noch für die Umwelt. Nur in Deutschland hat letztes Jahr jeder Autofahrer nach den Berechnungen von dem Navigationsanbieter TomTom durchschnittlich 36 Stunden im Stau verbracht. Das hat die deutschen Wirtschaft ca. 7,8 Milliarden Euro gekostet. Jeder Pendlerhaushalt zahlt dafür ca. 533 Euro im Jahr, was gar nicht wenig ist. Deutschland ist aber nicht das schlimmste Beispiel hierfür. In Sao Paolo oder in anderen Weltmetropolen kann es viel schlimmer werden. Im Juni 2009 kam es in der brasilianischen Metropole zu einem Stau von über 200 Kilometer. Als 2005 in Texas der Hurrikan Rita tobte, kam es zu einer unvorstellbaren Verkehrsaufstopfung.

Wie vermeidet man den Stau

Man sucht ständig nach modernen Beobachtungsmethoden, um solche Verkehrschaos zu vermeiden. Es gibt Sensoren, die jede ein Paar Kilometer an den Autobahnen montiert werden, um den Verkehr zu beobachten. Die moderne Fahrzeuge sind ebenso mit Sensoren ausgerüstet, die die Verkehrsgeschwindigkeit messen können. Die meisten Intelligent Traffic Systems (ITS) benutzen das sog. Floating Cellular Data (FCD) Verfahren, das um einiges günstiger als das GPS Verfahren ist. Ein Echtzeit-Bild des aktuellen Verkehrs wird mit diesem Verfahren erzeugt. Man kann auch Aussagen über das Notfall- oder Evakuationsmanagement machen. Die FCD Verfahren sind außerdem viel günstiger als die herkömmlichen Systemen, denn da ist keine zusätzliche Ausrüstung erforderlich.

Mit solchen modernen Methoden kann so etwas wie der längste Stau der Welt in der Zukunft vermieden werden.

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