Heiß, heißer, Sevilla – Die wärmste Stadt Europas

Alte Postkarte von Sevilla
Alte Postkarte von Sevilla

Sevilla ist die viertgrößte Stadt Spaniens und Kapitole der Autonomen Region Andalusien. Der Legende nach wurde Sevilla von Herakles gegründet und ist heute ein berühmtes, von seinen zahlreichen imposanten Türmen überragtes Zentrum des Tourismus.

Tatsächlich ist das Klima in der Stadt typisch mediterran. Die Temperatur in der Stadt liegt im Jahresmittel bei knapp 19 Grad Celsius und somit darf sich Sevilla tatsächlich mit Fug und Recht die wärmste Stadt Europas nennen, zumal auch ihre Winter ausgesprochen mild sind Extremtemperaturen, die bisher in der Stadt gemessen wurden, liegen nur knapp unterhalb der 50 Grad-Celsius-Marke. Allerdings, wem die Hitze in der Stadt allzu sehr zu schaffen macht, dem sei die rechtzeitige Flucht an die nahen Strände mit ihren zahlreichen verführerischen Angeboten und Locations empfohlen.

Strand, Meer und dann? Die Altstadt!

Altstadt in Sevilla
Altstadt in Sevilla

Neben ihrem mediterranen Klima, dem bestätigten Anspruch, die wärmste Stadt Europas zu sein, neben Stränden und Meeresrauschen, hat sie aber noch einiges mehr an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da lockt zunächst die malerische Altstadt, einst Schauplatz grausiger Ketzerverbrennungen, mit ihren Gässchen und Gassen und ihrem berühmtesten Viertel Santa Cruz.

Es gibt Promenaden und Prachtbauten, palastartige Villen römischen Stils, mit reichlich Marmor und Säulen, die sich auffallend herausheben, aus dem allgemeinen und dominierenden orientalischen Stil, der daran erinnert, dass die Stadt lange islamisches Gebiet war und immer noch deutlich den Stempel dieser Epoche trägt.

Verwirrend, das Labyrinth der Gassen und Höfe, der geschichtsträchtigen bronzenen Statuen, der Brücken und Brunnen und Kathedralen, die allenthalben an die große Vergangenheit der Stadt erinnern, an der Römer, Mauren und Spanier nacheinander bauten und ihre Zeugnisse hinterließen.

Alte Postkarte von Sevilla
Alte Postkarte von Sevilla

Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört seit 1987 die Kathedrale Maria de la Sede. Einst eine Moschee, heute ein gewaltiges fünfschiffiges Gotteshaus, das zahlreiche berühmte Kunstschätze birgt und neben der sich die Giralda erhebt, ein 97 Meter hoher Glockenturm, wie ein mahnender Wächter, der sich einen Mantel von gebrannten Ziegeln umgetan hat. Sevilla, die wärmste Stadt Europas ist wahrlich reich an Geschichte und an historischen Bauten, die zwar einst ein verheerendes Erdbeben bedrohte, aber glücklicherweise nie die Zerstörungen zweier moderner Kriege des 20. Jahrhunderts.

Sevilla: ein Ort der Geschichte, ein Ort der Besinnung und Einkehr

Es ist eine Stadt zum Innehalten. Ein Ort, um zur Besinnung zu kommen, in der Hektik der Zeit, nicht nur, weil es hier so heiß ist, sondern weil die altehrwürdige Stadt förmlich dazu einlädt, sich zu besinnen und zur Ruhe zu kommen, in ihren Mauern. Lang ist die Liste der historischen Paläste und Bauten der Stadt, allein drei davon zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Aber eines der Bauwerke sollte man unbedingt noch aufsuchen, weil es, wie wohl sonst keines, im Selbstverständnis des Mitteleuropäers, der zum ersten Mal hier verweilt, mit dem Nimbus dieser Stadt verbunden ist, wenn nicht mit dem Nimbus Spaniens überhaupt!

Es ist die Stierkampfarena, das gewaltige ovale Amphitheater, welches knapp 20.000 Menschen Platz zu bieten vermag und welches, nach der Arena in Madrid, Spaniens zweitgrößte Stierkampfstätte ist.

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