Wie groß ist der Merkur

Der Merkur ist nach dem römischen Gott des Handels, der Reisenden und der Diebe benannt und ist der sonnennäheste Planet unseres Sonnensystems. Seit dem der Pluto in 2006 nicht mehr zu den Planeten gezählt wird (der Pluto wird der IAU – Internationale Astronomische Union – nur noch als Zwergplanet eingestuft)  ist er auch der kleinste Planet unseres Sonnensystems. Er zählt aufgrund seiner Oberfläche und chemischen Zusammensetzung als terrestischer (erdähnlicher) Planet eingestuft.

Dimensionen des Merkur

Der Merkur
Der Merkur

Der Merkur ist im Gegensatz zu den meisten anderen Planeten fast exakt Kugelrund.So ist hat er sowohl am Äquator als auch an den Polen einen Durchmesser von etwa 4880 Kilometer etwa doppelt so groß wie der Pluto. Dabei ist er von der Oberflächenstrucktur unserem Mond relativ ähnlich. Durch seine Nähe zur Sonne ist er von der Erde aus nur in bestimmten Winkeln zu sehen, da das helle Licht der Sonne den Merkur einfach überstrahlt.

Umlaufbahn des Merkur

Die Umlaufbahn des Merkur hat eine Elipsenform und ist sehr exzentrisch. Hierbei kommt er der Sonne in seiner nähesten Stellung bis zu 46 Millionen Kilometer nahe, während er auf seinem entferntesten Umlaufpunkt etwa 70 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist. Zum Vergleich, die Erde hält zur Sonne einen relativ konstanten Abstand von 150 Millionen Kilometer.

Ein Umlauf um die Sonne dauert nur etwa 88 Erdentage, wobei eine Rotation um die eigene Achse knapp 59 Tage dauert. (Beide angaben in Erdentagen). Er rast dabei mit knap 48 Kilometer je Sekunde um die Sonne und ist somit auch der schnellste Planet unseres Sonnensystems.

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Die Temperaturen auf dem Merkur schwanken um über 600°C nämlich von -170°C bis +427°C und besitzt somit die größten Temperaturschwankungen aller Planeten in unserem Sonnensystem.

Zusammensetzung des Merkur

Der Merkur hat eine sehr (eigentlich nicht existente) dünne Atmosphähre welche in unseren Laboren nicht einmal in Laboren simuliert werden kann und dort generell als Vakuum eingestuft wird. Obwohl der Merkur äußerlich unserem Mond sehr ähnlich ist, ist das Innenleben mit einem großen Eisenkern und einer Hülle aus Silikaten  unserem Planeten sehr ähnlich. Er ist nach der Erde zudem der zweitdichteste Planet unseres Sonnensystems. Nach heutigen Wissensstandards besitzt der Merkur keinen Mond oder anderen Begleiter.

Erforschung des Merkur

Aufgrund der Nähe zur Sonne und der damit verbundenen Probleme wie extreme Temperaturen und Strahlungen sind Missionen sehr schwierig. Da er durch seine Position selbst mit Teleskopen aus dem Erdorbit schwer zubeobachten ist, ist der Merkur relativ wenig erforscht. Insgesamt machten sich erst zwei Sonden auf den Weg zum Merkur und immer noch ist ein Streifen des Planeten nicht mit Aufnahmen dokumentiert.

Mariner 10 fotographierte 1974 in drei Vorbeiflügen eine Seite des Planeten, die nächste Sonde besuchte den Merkur erst 2008 das erste mal und hat nach diesem Zeitpunkt mehrere Vorbeiflüge unternommen bevor sie 2009 abgebremst wurde und in einen Orbit um den Merkur stationiert wurde.

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