Wie gross war Alexander der Große

Alexander der Grosse

Einige der Großen dieser Welt haben Spuren hinterlassen, die wir möglicherweise in Jahrhunderten noch finden werden, und Legenden, die teilweise im Nachhinein noch viel größer anmuten als vielleicht zu der Zeit als sie verfasst wurden. Obwohl zu früheren Zeiten der Mensch im allgmeinen doch viel leichter zu beeindrucken war als wir heute im Zeitalter von Raumfahrt, Dronen und 3D- Druckern. Was bleibt und was uns fasziniert, ist der Mythos. Alexander war einer von diesen Großen. Aber war er denn tatsächlich ein Riese oder haben wir ihn dazu gemacht? Wie groß war Alexander der Große in der Realität?

Alexander der Große war klein

Zwar gibt es keine eindeutigen Beweise jedoch gehen die Meinungen nicht weit auseinander: Der große Alexander hatte eine Körpergröße von nicht mehr als 1,50m bis 1,54m.  Er war also eher kleinen Wuchses so wie auch Napoleon, der dann wohl doch mehr in seiner eigenen Vorstellung zu den Giganten zählte. Jedoch zögert niemand, ihn den Großen zu nennen.

Quellen zur Größe Alexanders sind alte gesammelte Schriften (nicht unbedingt alle sind auch glaubwürdig). Zum Beispiel heißt es hier: ‚Er war von untersetzter und kaum mittelgroßer Gestalt, was fremden Besuchern, die vor ihn traten, auffiel.‘, Zitat aus Siegfried Lauffers Buch ‚Alexander das Große‘. ‚Poros‘angeblich, ein indischer König gegen Ende des 4. Jahrhunderts, freute sich, bevor er mit Alexander in den Kampf zog, weil Alexander so viel kleiner war als er: ‚maß er doch kaum 3 Ellen‘ und Poros Maß waren stolze 4 Ellen und noch ein bisschen mehr. Eine Elle, muss man wohl hier hinzufügen, ist ungefähr 50 cm lang. Ich sage ungefähr, weil die tatsächliche Länge regional variiert, man ist sich da nicht einig.

Alexanders reale etwas kleinere Größere erklärt, dass fremde Besucher etwas befremdet waren. (Dem an Körpergröße überlegenen indischen König half dies im Kampf jedoch nicht weiter, Alexander besiegte ihn, dennoch schienen die beiden nachher so eine Art Freundschaft zu schließen)

Gemeinhin war man eher der Ansicht, dass große Taten zu großen Leuten gehören. Also musste die Sage – sowie eine überragende Gestalt – Alexander vorausgeeilt sein, wohin er auch kam.  Oder wer auch immer zu ihm kam. Da gibt es die Legende von einer Amazone, welche sich Alexander als Vater ihrer noch zu gebärenden Kinder ausgemalt hatte. Als sie ihm einen Besuch abstattete und ihn in voller Lebensgröße vor sich sah, hat sie es anders überlegt und ist, ohne viele Worte, wieder abgereist. Wer wohl dann als nächstes in Frage kam?

Weitere  Beispiele aus der Geschichte

William Wallace wäre vielleicht nach ihrem Geschmack gewesen, leider kam er erst viel zu spät. William (wir erinnern uns an ‚Braveheart‘, ziemlich beeindruckend und unrealistisch verkörpert von Mel Gibson) erhielt auch in der Vorstellung seiner Anhänger – und vielleicht auch Feinde –  eine viel mächtigere Körpergröße, als er tatsächlich hatte.  Auch wenn er in der Realität viele seiner Zeitgenossen überragte. Da die meisten Schotten aber eher nicht so groß waren, war das vermutlich nicht so schwierig. Leider war er kein König, also wäre die Amazone dann doch nicht so beeindruckt gewesen.

Imperium - Alexander der Große

Wer war Alexander der Große

Alexander war ein König, König von Makedonien. Und die Größe ist, ganz offensichtlich nun, nicht von der Körpergröße abhängig. Sie ist dann eher ein ideelles Maß.  Das Maß, was wir heute noch anlegen, ist das Maß des Erreichten. Alexanders Eroberungen, der ‚Alexanderzug, welcher sich vom Frühjahr 334 bis März 324 v. Chr hinzog, war ein gigantisches Unterfangen.  Im Frühling 334 zog er mit seinem Heer aus in den Krieg gegen Persien. Eine siegreiche Schlacht folgte der anderen. Alexander  (wir wollen seine Mannen hier nicht unerwähnt lassen, nur leider erlangt der einfache Soldsat selten Ruhm und Nachruf) eroberte Kleinasien und Phönizien. Er (und die Mannen natürlich) ruhten nicht, sie zogen weiter nach Ägypten, vereinnahmten Gaza und gründeten die heute noch als Alexandria bekannte und sehr lebendige Stadt im Nildelta.

Über Babylon, Zentralpersien und den Osten Persiens bis hin nach Indien zieht es den unersättlichen Alexander und seine Truppen. Es dauert ganze zehn Jahre, bevor der ‚Alexanderzug‘ in der persischen Stadt Susa zu einem endgültigen Stillstand kommt.

Die Frage nach Größe erübrigt sich hier. Als eine der faszinierenderen Gestalten unserer Geschichte ist Alexander der Große tatsächlich eine imponierende Erscheinung, Körpergröße spielt hier so gar keine Rolle mehr.

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