Wie tief ist das Mittelmeer

Das Mittelmeer bei Nacht aus dem All
Das Mittelmeer bei Nacht aus dem All

Das  Mittelmeer ist im Vergleich zu anderen ein eher kleines Meer. Es ist ein Nebenmeer des Atlantischen Ozeans zwischen Europa, Nordafrika und Asien. Das Meer ist mit dem Atlantik durch die Straße von Gibraltar verbunden. Im Nordosten ist das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer durch die Dardanellen und Bosporus und im Südosten mit dem Roten Meer durch den Suez–Kanal verbunden. In der Antike war das Mittelmeerraum die Heimat einiger der ältesten menschlichen Zivilisationen. Die Meeresbewohner im Mittelmeer standen im vergangenen Jahrtausend wegen der intensiven industriellen Entwicklung unter starkem Druck. Dieser führte zur Wasserverschmutzung und zur Reduzierung des Lebensraums. Die Wasserqualität ist aufgrund von den Nitraten und Phosphaten und Abwasser aus der Küstengemeinden viel schlechter geworden.

Die tiefste Stelle im Mittelmeer

Alte Britische Karte des Mittelmeer
Alte Britische Karte des Mittelmeers

Das Mittelmeer hat eine durchschnittliche Tiefe von 1.720 Metern. In dem Ionischen Becken vor der Westküste der Peloponnes befindet sich der tiefste Punkt des Mittelmeers. Er ist 5.252 Metern tief. Das Mittelmeer ist ein Binnenmeer und es hat ein Paar weitere tiefe Punkte. Das sind das Levantinische Becken mit einer Tiefe von bis zu 4 517 Meter und das Algerisch-Provenzalische Becken mit einer Tiefe von bis zu 4 389 Meter. Das Tyrrhenische Becken erreicht eine Tiefe von bis zu 3 785 Meter.

Wie groß ist das Mittelmeer

Das Mittelmeer hat eine Fläche von etwa 3 Millionen km² oder etwa ein Prozent der Erdoberfläche. Ungefähr 3 860 Kilometern ist seine Ausdehnung in Ost-West-Richtung, etwa 1 600 Kilometer beträgt seine größte Breite. Unter dem Meeresboden von Tunesien nach Sizilien verläuft eine Auffaltung, die das Mittelmeer in ein östliches und ein westliches Becken teilt. Das Mittelmeer ist in verschiedene regionale Meere geteilt. Die Ost-Becken, beinhalten die Ägäis (die selbst das Myrtoan Meer, das Meer von Kreta und das Thrakische Meer umfassen), das Ionische Meer und das Leventiner Meer. Die westlichen Becken,  beinhalten das Alboran Meer, das Balearen Meer, das Ligurische Meer und das Tyrrhenische Meer.

Berge rund um das Mittelmeer

Das Mittelmeer bei Nacht aus dem All
Das Mittelmeer bei Nacht aus dem All

Das Mittelmeer erhält Wasserzufluss aus relativ wenigen Flüssen, da unter anderem eine Reihe von Bergketten nahe am Meer liegen. Das sind die Berge der Sierra Nevada im Süden Spaniens, die Pyrenäen, die Alpen, die Dinarischen Alpen, Taurus-Gebirge, das Libanon-Gebirge, der Aurès, das Atlas-Gebirge und das Rif-Gebirge. Diese Berge in Kombination mit der Tatsache, dass in Nordafrika durch die Sahara-Wüste nur wenige große Flüsse in das Mittelmeer einfließen, verursachen den niedrigen Einfluss von frischem Wasser in das Meer.

Die größten Flüsse, die in das Mittelmeer einfließen, sind: die Ebro (Spanien), Rhone (Frankreich), Po (Italien) und Nil (Ägypten). Aufgrund der geringen Anzahl von großen Flüssen, hat das Meer ein Wasserdefizit von ca. 2500 Kubikkilometer pro Jahr.

Das Mittelmeer ist salzig

Das Wasserdefizit ist auch die Ursache, dass das Wasser des Mittelmeers einen höheren Salzgehalt als die meisten anderen Meere hat: 39 praktische Salinität Einheiten (PSU) im Vergleich zu 36 Einheiten im Atlantik. Der hohe Salzgehalt und das Wasserdefizit des Mittelmeers führen zu einer thermohalinen Zirkulation mit dem Atlantik. Ein schneller Strom bringt Wasser aus dem Atlantik in das regionale Alboran Meer durch die Straße von Gibraltar und nahe der Oberfläche.

Alle fünf Arten von Meeresschildkröten, die im Mittelmeer vertreten sind, werden als gefährdet aufgeführt. Das Mittelmeer hat viel zu bieten in Hinsicht von Lebensarten, die dort vertreten sind, aber auch an neuere und antike Geschichte. In der Tiefe des Mittelmeer sind zahlreiche Artefakten und Zeitzeugen aus dem antiken Leben der Menschen rund um das Meer gefunden worden, welche Wissenschaftlern viele Informationen über das Leben im mediterranen Raum geben.

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