In den Wintermonaten sind die Skipisten in den Alpen ein begehrtes Urlaubsziel. Damit die Saison auch lange genug ist, gibt es mittlerweile überall Schneekanonen. Und wenn es immer noch nicht genug Schnee gibt oder das Wetter nicht mitspielt kann man immer noch in der Hütte eine ausgelassene Party feiern. Aber selbst bei tolle Skiwetter sind nicht alle Pisten für jeden Skifahrer geeignet. Deswegen sind die verschiedenen Abfahrten mit unterschiedlichen Farben für den Schwierigkeitsgrad markiert. Einige sind den Topfahrern und Profis vorbehalten. Anfänger sollten diese Strecken meiden. Wer nicht komplett sicher auf den Brettern steht begibt sich auf diesen Abfahrten unweigerlich in Gefahr. Eine dieser Pisten ist auch bei den Profis im Weltcup berühmt und berüchtigt. Wer das Rennen hier gewinnt hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Die Strecke ist als eine der, oder vielleicht sogar die gefährlichste Skipisten der Welt bekannt.

Die Skipiste Streif in Österreich

Die gefährlichste Skistrecke befindet sich oberhalb von Kitzbühel (Österreich). Dort wird die Piste auch „die Streif“ genannt. Seit 1937 finden hier alljährliche internationale Skirennen statt. Sie gilt als eine der schwierigsten Abfahrten der Welt. Hier werden sowohl Abfahrt, als auch Super G gefahren. Wenn aber keine Skirennen stattfinden, ist die Steif eine normale Skipiste und für alle Skifahrer befahrbar. Die rot markierte Piste auch Streif-Familienabfahrt genannt, umgeht drei schwierige Abschnitte der Piste, die auch als extreme Skiroute gekennzeichnet ist.



Die Hahnenkamm Abfahrt

Das Starthaus befindet sich auf einer Höhe von insgesamt 1665 Metern. Vom Starthaus geht es auf einer Länge von 160 Metern und einem Gefälle von 51% weiter zur Mausefalle. Dieser Name klingt zwar harmlos, aber ist er alles andere als das. Mit einem Sprung liegen die Skirennläufer dort auf bis zu 80 Metern. Mit 85% Gefälle ist es hier auch das steilste Stück der Streif. Dort bekommt man eine Geschwindigkeit von 110 bis 120 km/h zusammen.

Gefährlichste-Skipiste-der-Welt

Das „Karussell “ befindet sich vor der Steilhangeinfahrt. Dort wird mehr oder weniger über Sieg oder Niederlage entschieden. Die Fliehkraft beträgt hier 3,1G. Nur mit perfekt geschliffenen Kanten und einem guten Timing, kann der technische Abschnitt perfekt gefahren werden. Mit schneller Geschwindigkeit geht es weiter zum Brückenschuss und dann zum Geschoss. Dort sollte man unbedingt gleiten können. Ein schneller Ski und eine gute Kondition sind hier das A und O. Mit dem kleineren Sprung geht es weiter in die schräg hängende „Alte Schneise“ und in die Anfahrt zu dem Seidlalmsprung. Den Seidlalmsprung gibt es erst seit 1994. Sie ist genau die Mitte der Strecke. Dort fahren die Skirennläufer mit der Hocke auf den Sprung zu. Hier heißt es: Nur keinen Fehler machen. Nach einer fast 90 Grad Drehung kommt man zu dem sogenannten „Lärchenschuss“ zu der Anfahrt Oberhausberg. Danach folgt ein energieraubendes „S“ bei den man nicht zu viel nachdenken sollte. Von dort Springt man über die Hausbergkante in eine Verdichtung, mit einem extremen Linksschwung erreicht man die Hausberg Querfahrt. Dort wird die Piste sehr unruhig.

Die Gefährlichste Piste stellt Mensch und Material auf die Probe

Bei dieser Abfahrt fängt bestimmt jeder Muskel an zu brennen. Die Ideallinie muss gehalten werden, von Mensch und Material werden bei einer Geschwindigkeit von 110 bis 120 km/h höchste Anforderungen verlangt. Danach kommt der Zielsprung. Mit der Hocke und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 Km/h geht es auf die Zielgerade. Die Geschwindigkeit drückt die Rennläufer noch mal so richtig in die Piste. Dort werden alle noch mal so richtig von den Zuschauern angefeuert. Hier liegen Freude und Enttäuschung sehr eng beieinander. Aber wer hier ohne Sturz runterkommt, ist sowieso ein Sieger. Diese Rennen verfolgen zwischen 40.000 und 50.000 Zuschauer. Am Abend des Abfahrttages kommen jährlich mehrere Zehntausend Zuschauer zusammen, um mit den besten sechs zu feiern.

 

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